Jürg Bally, 1951 - ess.tee.tisch

 
Einer der wenigen Tisch-Ikonen der Schweiz. Der Architekt entwarf den höhenverstellbaren Tisch 1950, kurz bevor er für Knoll International in New York arbeitete.


Der Tisch ist ein Geburtstagsgeschenk für seine zukünftigen Ehefrau Ica, der in ihrem damaligen möblierten Zimmer ein Tisch fehlte. Das damals S.T.-Tisch genannte Möbel steht bis heute bei ihr zu Hause. Im Namen blitzt Ballys Sprachwitz auf, wird er doch durch die Höhenverstellung vom Ess- zum Teetisch, was ausgesprochen "ästhetisch" klingt.


Inspiration war Hans Bellmanns dreibeiniger "Kolonialtisch" von 1944. Jürg Bally schuf mit dem Verstelltisch (so sein populärer Name) eine Antwort auf die veränderten Wohnverhältnisse und steigende Mobilität, die bis heute aktuell ist. Der Aufzugtisch, wie er auch genannt wurde, ging 1951 bei der "Werkgenossenschaft Wohnhilfe" in Serie.


Der offizielle Prototyp von 1950 steht heute in der Designsammlung des Museums für Gestaltung in Zürich. 1955 erhielt er die Auszeichnung "Die gute Form" des Schweizerischen Werkbundes.


Die Konstruktion des Designklassikers ist so simpel wie genial: Die Tischplatte liegt auf drei gekreuzten Beinen, die durch ein bewegliches Zapfenscharnier verbunden sind.



Frühe Ausführung mit dem originalen Zahnrad-/Zahnstangensystem, unterhalb der Tischplatte verbirgt sich ein ausgeklügelter Mechanismus - über einen kleinen Hebel lassen sich die drei Beine synchron verstellen, wodurch die Tischhöhe in 7 Stufen angepasst werden kann – vom niedrigen Couchtisch bis zum vollwertigen Esstisch. Das Zapfenscharnier tariert das Dreibein. Ein Meisterwerk des Schweizer Designs, das Funktionalität und Eleganz auf einzigartige Weise vereint.



Tischplatte in Teak, Beinkonstruktion aus passend rötlicher Eiche.

Maße:

45cm bis 68.5 cm -  Ø 99 cm

17.7 to 27.0 in - Ø 39.0 in

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